„Offenbachiade“

homage à Jacques Offenbach
in Form einer
„Offenbachiade“
von und mit
Burkard Sondermeier
dem „Macher“ des „Klassikers“
Karneval einmal klassisch
und seiner
Camerata

wir feiern das 200te Geburtsjahr
des Kölner Genies
hoffen, dass er seine Freude dran hat.

Mit Kompositionen und Literarischem
tragen diese seine
Vorbilder, Weggefährten, Verehrer und Freunde
zum Gelingen unserer Offenbachiade bei.

Marc André Charpentier
Jean Baptiste Molière
André Ernest Modeste Grétry
Richard Wagner
Johann Nepomuk Nestroy
Gioacchino Rossini
Camille Saint-Saëns
Leon Rindskopf
James Ensor
Reynaldo Hahn
Karl Kraus
Alphons Silbermann
Herbert Eulenberg
Louise Straus-Ernst
Hans Schmitt-Rost
Bob Schütte
Fritz Klutsch

I. Aufzug

Ouverture zu „Ba-ta-clan“ Chinoiserie musicale von Jacques Offenbach
Antimilitaristische und zugleich antinationalistische Operette, mit der er sich nicht bei allen beliebt machte.
Als Internationalist wurde er beschmipft.
Das erste Ba-ta-clan war ein Pariser café concert Gebäude im Chinoiserie Stil, dessen Name auf Offenbachs Operette zurückging. Traurige Berühmtheit erhielt der Nachfolgebau durch das Attentat.

André Ernest Modeste Grétry „Danse des femmes“ aus seiner Oper Caravane du Caire
darüber gesprochen die Einführung in diese Offenbachiade
Kaum einen anderen Komponisten hat Offenbach so verehrt, wie den aus Lüttich stammenden Grétry.

Jacques Offenbach „Le Carnaval des Revues“ daraus die Scene „im Elysium“
und im Anschluss Offenbachs „Tyrolienne à la Wagner “
„La Musique de l’avenir“ diese unsägliche Schrift Wagners wird hier von Offenbach verdaut.

Karl Kraus „zur Operette“ ein Traktat, dem folgt:
„Das Höflingscouplet“
Textbearbeitung Karl Kraus aus Offenbachs Opéra bouffe Barbe bleue
Wenn sich einer um Offenbachs Werk verdient gemacht hat, dann Karl Kraus. Doch wenn man so manche unverstandene Interpretation heute wieder hört, Karl Kraus haben die sicher alle nicht gelesen, wie soll man dann Offenbach verstehn?

Alphons Silbermann aus seinem „Imaginären Tagebuch des Jacques Offenbach“
Wie Offenbach war er Kölner und Jude und beide hatten diesen unnachahmlichen „ulkigen Humor“.
Da Offenbach nie ein Tagebuch geführt hatte, erfand er es einfach! Genial!

Couplet des Styx Orpheus in der Unterwelt Textgestaltung Burkard Sondermeier
„Ich war der Prinz hä in dem Städtchen“ Klagegesang des Prinzen Karneval.
Mit kleinem Vokabularium vorweg…

Gioacchino Rossini „petit caprice dans le style d’Offenbach pour Pianoforte“
Ein Präsent unter Freunden.

Reynaldo Hahn / Burkard Sondermeier „La Päd“ Chanson
Von Reynaldo Hahn stammt die musikalische Inspiration. Ein Abgesang auf eine verschwundene Kölner Künstlerkneipe, gleich neben dem Offenbachplatz.

Louise Straus – Ernst „der kölnische Karneval“
veröffentlicht 1931 in Der Querschnitt Berlin / bei Flechtheim
Mit Offenbach teilte sie, Kölnerin und Jüdin zu sein. Sie war die Ehefrau von Max Ernst, ein Multitalent, DADA.
Aus ihrem liebevoll kritischen Essay einige Passagen.

Reynaldo Hahn / Jacques Offenbach zwei Couplets aus „La boulangère des Écus“
Textgestaltung Burkard Sondermeier
Reynaldo Hahn war ein Wunderkind. Wie kaum ein anderer konnte er sich singend am Klavier begleiten. Diese beiden Couplets sind auf Schellack Platten erhalten und inspirierten mich zu einer eigenen Gestaltung

Der Can Can oder Karneval in der Hölle
Soloinstrument: Ophiclèide. (Barython Eb, Gaimard, Paris 1852)
Die Ophiclèide, Vorläuferin der Tuba, war ein typisches Instrument seiner Zeit.
Ihr infernalischer Klang sollte hier besonders gut passen

II. Aufzug

Camille Saint-Saëns „Tanz der Mohren“ Bühnenmusik zum „Eingebildet Kranken“
restaurierte Fassung nach Marc Antoine Charpentier
Als der junge Offenbach in Paris sein erstes Geld verdienen musste, tat er dies unter anderem als Cellist im Ensemble der Comédie française. Hier lernte er den „Eingebildet Kranken“ kennen, damals soll das Notenmaterial der Partitur Charpentiers schon stark abgespielt gewesen sein.

Jean Baptiste Molière „Der eingebildet Kranke“ Argans Eingangsmonolog

Jacques Offenbach „Migränencouplet“ Textgestaltung Burkard Sondermeier
Text „Kölsch“ damit er verstanden werden kann, gibt es vorweg ein Vokabularium…

Jacques Offenbach „Musette“ Air de Ballet du 17 e siecle pour Violoncelle solo
Für den eingebildet Kranken schrieb Offenbach eine eigene musikalische Fassung, die leider verloren ging. Aber da gibt es diese „Musette“ und der Verdacht liegt nah, dass wir es mit einem Fragment seiner Molière Bearbeitung zu tun haben.

Johann Nestroy „das Weltapotheken Couplet“
aus seiner Posse „Sie sollen ihn nicht haben“
Das Weltapothekencouplet ist nur in Fragmenten erhalten, die Musik verschollen. Restaurierte Fassung von Burkard Sondermeier. Nestroy und Offenbach waren befreundet, schufen ein gemeinsames Werk: „Häuptling Abendwind“

Camille Saint-Saëns „Die Schildkröten“ Karneval der Tiere
Vordergründig erklingt der Can Can, doch ist da nicht noch ein anderes Offenbach Thema ?

„Hoffmans Erzählungen“ Romanze der Antonia (Flöte Cembalo)
Und hier ist das andere Thema der Schildkröten!

Herbert Eulenberg Offenbach in Köln
„Erscheinungen“ in dieser Musikerportrait Sammlung des Düsseldorfer Theatermanns und Schriftstellers findet sich Liebenswertes zu Jaques Offenbach.

Lied des Fortunio aus der gleichnamigen Operette von Jaques Offenbach
Textgestaltung Burkard Sondermeier
Diese Melodie soll ihm die Liebste gewesen sein, zugleich gibt es eine der hübschesten Anekdoten dazu.

Hans Schmitt-Rost „Carnaval triste“
Essay des Kölner Schriftstellers

James Ensor / Leon Rindskopf
„Die Liebesleiter, ein karnevaleskes Ballet“ daraus „Marche funèbre“
Der große belgische Maler hat auch komponiert. Unter anderem sein Ballet“La Gamme d’amour“. Die Orchesterfassung fertigte der damalige Chef des Kursaalorchesters Oostende der mit Ensor befreundete Leon Rindskopf, und der war ein Neffe Offenbachs. P.s.: Das Kursaalorchester Oostende (1906) war eines der beutenden Europäischen Orchester, auf jeden Fall war es das größte, was die Besetzung betraf!
Heute unfinanzierbar!

Pariser Leben „ Le brésilien “

„ Offenbach ein finales Potpourri “

Zugabe
Fritz Klutsch / Bob Schütte „Köln wird immer am Rheine stehn“ Lied 1945 New York
Klutsch und Schütte waren deutsche Emigranten.

Die Camerata

Sprecher + Sänger Burkard Sondermeier
Große Trommel
Drehorgel
Klavier

Violoncello N.N. *

Violine N. N. *

Kontrabass Pierce Black * Thomas Falke

Flöte, Piccolo Ekaterina Rhyzhova * Laia Bobi Frutos

Klavier Igor Kirillov
Cembalo Igor Kirillov
Ophicleide Igor Kirillov ( Barython Gautrot Paris 1845 )
Orgeln Igor Kirillov (Sebastien Schuetz 2015 )
Xylophon Igor Kirillov ( Trapez Xylophon Ungarn 1900 )

* zweite Besetzung

sechs Akteure

Das Theater stellt Ton und Lichttechnik sowie den Flügel

Das Programm ist für das Kalender-Jahr 2019 konzipiert.

Es wird 3x im Kunsthaus Seelscheid aufgeführt und weitere Aufführungen In der BRD folgen.